AKTUELLES - Die Brex - Brexbachtalbahn

DIE BREXBACHTALBAHN
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Brexbachtalbahn e. V.


















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- rund um die Brexbachtalbahn -
Liebe Mitglieder und Freunde des Brexbachtalbahn e. V.,

leider müssen wir Ihnen/euch heute eine sehr traurige Nachricht übermitteln:

Unser Mitglied und langjähriger Kassierer, Olaf Hof, ist am Mittwoch, den 23.10.2019 völlig unerwartet und plötzlich verstorben. Er wurde nur 43 Jahre alt.
Gerade einmal 5 Tage zuvor saßen wir noch gemeinsam in der Mitgliederversammlung im "alten Brauhaus" in Kasbach-Ohlenberg. Hier hielt Olaf - wie jedes Jahr in der Mitgliederversammlung - seinen Jahresbericht als Kassierer. Kurze Zeit später wurde er einstimmig für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Olaf war Gründungsmitglied des Vereins und seit der Gründung dessen Kassierer. Darüber hinaus verwaltete er den Mitgliederbestand des Vereins und führte die eisenbahnbetriebliche Organisation von Sonderfahrten durch.
Nachdem wir von seinem Tod erfuhren, kehrte erst einmal Stille ein, zu unwirklich war doch diese Nachricht, um hierauf etwas sagen zu können. Wann Olaf die Eisenbahnwelt für sich entdeckte, können wir nicht sagen, aber eins ist sicher: Er bekam nicht genug davon und brachte sich mit seinen profunden Fähigkeiten und Kenntnissen zur echten Eisenbahn und Finanzbuchhaltung mit vollem Einsatz ein. Und so verwundert es nicht, dass wir alle mehr als nur froh waren, dass er unsere Fahrten plante und unsere Finanzen buchhalterisch pflegte. So wie er konnte das keiner. Noch vor kurzem hat er seine Leidenschaft dann auch zur Profession gebracht und als Berufseisenbahner angefangen. Doch viel mehr als sein praktisches und theoretisches Wissen werden wir ihn selbst, unseren Olaf, vermissen - den mal ruhigen, aber auch leidenschaftlichen Kämpfer um die Sache.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.
  
Vorstand des Brexbachtalbahn e. V.
Im Schienenbus zur Jahreshauptversammlung
Vorstand des Vereins Brexbachtalbahn e.V. im Amt bestätigt

Publiziert am 13. Oktober 2019
Eine für die Mitglieder des Vereins Brexbachtalbahn neue Form der Mitgliederversammlung fand am Freitag, dem 18. Oktober 2019 in der Steffens-Brauerei im Kasbachtal statt – zumindest was die Anreise betraf. Die erfolgte nämlich erstmals stilecht von Koblenz via Vallendar, Engers und Neuwied im historischen Schienenbus. Auf diese Weise konnten die Teilnehmer schon einmal das „Feeling“ spüren, wenn der Zug in Zukunft durch das Brexbachtal fahren wird. Die Idee zahlte sich auch aus, denn es waren etwa doppelt so viele Mitglieder anwesend wie im Jahr zuvor. Sie bedankten sich bei hausgebrautem Bier beim alten Vorstand für seine hervorragende Arbeit zur Reaktivierung der Strecke.

In seinem Rechenschaftsbericht zog der 1. Vorsitzende Adolf Bongartz aus Bendorf vor 46 Anwesenden eine positive Bilanz zur Arbeit des Vereins im Jahr 2018. Hier ist insbesondere die Erteilung einer Unternehmensgenehmigung zu nennen für drei Teilabschnitte der Strecke, u.a. auch für Engers - Abtei/Sayn. Dafür bedurfte es allerdings erste einer Gerichtsverhandlung, um der Ablehnungsfront in der Politik vor Ort die bestehende Rechtslage zu erläutern. Seit dem arbeiten Verein und Betreiber an den notwendigen Instandsetzungsarbeiten, um eine Betriebsabnahme zu erhalten. Von Seiten der DB laufen die notwendigen Arbeiten zur Anbindung der „Brex“ an die Hauptstrecke in Engers. Es konnte ein neuer Anhänger für das Baufahrzeug beschafft werden und der Bahnhof in Ransbach wurde unter Denkmalschutz gestellt, so dass der Käufer keine baulichen Veränderungen oder Umbauten durchführen kann, die dem Bild des Gebäudes widersprechen. Beklagt werden müssen dagegen immer wieder Schäden durch Vandalismus und Diebstahl, ohne dass es je zu einer Strafverfolgung oder gar Verurteilung gekommen ist.

Im Bericht des Kassierers beleuchtete Olaf Hof die finanzielle Situation des Vereins, die sich in die beiden Bereiche ideeller Betrieb und Zweckbetrieb unterteilt. Neben dem Verkauf von Merchandising-Artikeln, Einnahmen aus dem Vereinsmagazin BREXPOSE und der Maifeier entwickelte sich vor allem das Spendenaufkommen zur wichtigsten und größten Einnahme. Sämtliche finanziellen Verpflichtungen und Investitionen für die Strecke, die Fahrzeuge und die Ausbildung von Mitgliedern konnten erfüllt werden. Es blieb sogar ein kleiner Überschuss, der in diesem Jahr für die Arbeiten zur betrieblichen Herrichtung der Strecke zur Verfügung steht. Adolf Bongartz bedanke ich in diesem Zusammenhang noch einmal explizit für das Engagement der Mitglieder, die wöchentlich an der Strecke arbeiten. Es konnte sogar ein Brexfan neu hinzu gewonnen werden, der jeden Samstag extra aus Leverkusen anreist, um vor Ort tatkräftig zu helfen.

Die Kassenprüfer Hans Peter Nett und Wolfgang Nett hatten keine Einwände zum Kassenbericht, der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Im Anschluss fand unter Leitung von Hans Peter Nett turnusgemäß die Wahl des neuen Vorstands statt. Alle Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt:
1. Vorsitzender Adolf Bongartz, 2. Vorsitzender Ulf Wobser, Geschäftsführer Armin Brast, Kassierer Olaf Hof. Das Protokoll führt Dr. Thomas Lingen, Beisitzer sind Thomas Wirz, Strecke und Infrastruktur, Klaus Nussbaum, Fahrzeuge und Technik, Jürgen Spiller, Recht und Michael Baaden, Steuern. Neu im Amt begrüßt der Verein Hartmut Bernd als Kassenprüfer. Anträge von Mitgliedern lagen nicht vor, so dass man zügig zum gesellschaftlichen Teil der Versammlung umsteigen konnte, dem gemeinsamen Abendessen im Brauhaus. Zu nächtlicher Stunde ging es dann aus dem dunklen Wald im Kasbachtal am Rhein entlang wieder zurück in die hell erleuchtete „Metropole“ Koblenz.
Brexbachtalbahn hilft der heimischen Wirtschaft

Publiziert am 13. Oktober 2019

Das Kleeblatt berichtet über die Kooperation zwischen der Koblenzer Firma Stabilus und dem Brexbachtalbahn e. V..
Engerser Politik und Vereinsvertreter setzten ein starkes Zeichen

Publiziert am 22. August 2019

Die Blick aktuell berichtete am 22. August 2019 über die deutliche öffentliche Positionierung der Vertreter der Ortsvereine Engers für die Reaktivierung der Brexbachtalbahn auf Einladung des Bürgervereins. Hierbei wurden deutliche Botschaften an die Bendorfer Volksvertreter gerichtet. Den ganzen Bericht gibt es hier zu lesen:
https://www.blick-aktuell.de/Politik/Engerser-Politik-und-Vereinsvertreter-setzten-ein-starkes-Zeichen-405976.html
Vorbereitung für die Hauptuntersuchung

Publiziert am 22. Juli 2019

Ein Bildbericht - Am 21. und 22.07. wurden die Vorbereitungen für die Hauptuntersuchung (HU) am Anhänger für unser Baufahrzeug Skl fortgesetzt. Am Fahrwerk und Rahmen wurden diverse Schraubverbindungen gelöst und die Radsätze ausgeachst. Am Samstag folgte eine etwas knifflige Aktion: Der Rahmen musste an seinen Bearbeitungsplatz gebracht werden. Es wurden zwei Schienenböcke passgenau aufgestellt und der Rahmen auf den Böcken nach allen Seiten waagerecht ausgerichtet. Nach Abbau weiterer Teile wird entrostet, Rostschutzfarbe und die Lackierung angebracht. Auch die Achswellen mit Rädern müssen entrostet und lackiert werden. Zwischenzeitlich müssen etliche Ersatz- und Tauschteile beschafft werden. Über die weiteren Arbeiten werden wir berichten.
„Dicke Bretter zu bohren sind wir gewohnt…“

Publiziert am 16. Juli 2019

Hammerschläge schallen über das Gelände an der Einsatzstelle der Brexbachtalbahn am Horchemsweg, Schweißlicht flackert und Bohrgeräusche dringen durch Mark und Bein. Was heute in fast menschenleeren Produktionshallen der Auto-und Maschinenbauindustrie von Robotern modular und blitzschnell zusammenfügt wird, ist bei der Brexbachtalbahn harte körperliche Arbeit. Um den vor kurzem neu erstandenen Skl-Anhänger Kla 01 für den Einsatz auf der Strecke fit zu machen, müssen Bretter gesägt, Schläuche ersetzt, Kabel gezogen und die Bremsanlage generalüberholt werden. Dafür müssen geprüfte und abgenommene Originalteile beschafft werden. Für die Aktiven des Vereins ein echte Herausforderung mit Lerneffekt. Denn wenn der eigene Tagesablauf in der Regel darin besteht, tagsüber vor einem PC-Bildschirm und abends vor dem Fernseher zu sitzen, greifen die Brexbachtalbahner zum Bewegungsausgleich nicht zum Tennisschläger, schnüren nicht die Fußballschuhe und sind auch nicht im Fitnessstudio angemeldet. Sie melden sich lieber wöchentlich zum Arbeitseinsatz für eine Aufgabe, die sie auf vielfältigste Weise fordert, das handwerkliches Fingerspitzengefühl genauso verlangt wie organisatorische Fähigkeiten und nicht zuletzt das Können, wie ein Detektiv zu recherchieren. Denn um die historische Substanz zu erhalten und ein altes Fahrzeug möglichst originalgetreu aber auch betriebssicher für die zukünftigen Arbeiten zur Betriebsabnahme für die Brexbachtalbahn zu nutzen, verlangt Ausdauer und Kondition. Aber beides haben die Mitglieder des Vereins in den letzten 12 Jahren ja schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Freie Fahrt für die Brexbachtalbahn auch in Bendorf

Publiziert am 28. Juni 2019

Das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium in Mainz hat nach Siershahn – Ransbach-Baumbach – Grenzau – Höhr-Grenzhausen nun auch den Abschnitt zwischen Neuwied-Engers und Bendorf-Sayn am Kletterwald betriebsgenehmigt. Damit dürfen zukünftig Züge von den Gleisen der Deutschen Bahn an beiden Streckenenden in Siershahn und Engers auf die Gleise der Brexbachtalbahn wechseln.
„Die grösste Hürde ist damit aus dem Weg geräumt, freie Fahrt für die Brexbachtalbahn“, freut sich Jörg Seyffert, Geschäftsführer der Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH aus Linz am Rhein, der die Genehmigungen angestrengt hat. Noch etwas Geduld müssen wir haben, bis wir die ersten Züge durch Bendorf fahren sehen, denn erst jetzt können und dürfen die nötigen Baumaßnahmen angegangen werden.

Seit 12 Jahren bemühen sich Verein und Eifelbahn Verkehrsgesellschaft um die landschaftlich bundesweit einmalige Strecke. Ein politischer Konsens konnte nicht erzielt werden, obwohl das Mainzer Verkehrsministerium eine Kostenübernahme von 85 Prozent über eine Förderrichtlinie in Aussicht gestellt hatte. „War der eine dafür, schon war der nächste dagegen, oder umgekehrt“, beschreibt Seyffert die politische Situation, bis seine Geduld am Ende war. Was politisch scheinbar nicht möglich war oder sein sollte, ist nun privat umgesetzt worden.
Und selbst das private Engagement wurde zunächst im Ministerium nicht gewürdigt, blieb doch der Antrag auf Betriebsgenehmigung seit Dezember 2017 einfach unbearbeitet liegen. Erst die Klage von Seyffert gegen das Mainzer Verkehrsministerium vor dem Koblenzer Verwaltungsgericht im vergangenen November brachte in der Verhandlung Bewegung in die Angelegenheit. Nach einem Vergleich erteilte im März 2019 das Ministerium für die ersten zwei Streckenabschnitte die begehrte Betriebsgenehmigung. Dies waren die Strecken Siershahn – Grenzau und Höhr-Grenzhausen – Grenzau. Es fehlte nun noch die Betriebsgenehmigung für den Teil Neuwied-Engers nach Bendorf-Sayn. Diese wurde nun durch das Ministerium erteilt. Für die Eifelbahn und den Verein ist gerade der Anschluss an die rechte Rheinstrecke von großer Bedeutung, denn der bisherige große Umweg entlang der Lahn und durch den Westerwald erschwerte die Fahrzeugüberführung ungemein und nur mit dem beidseitigen Anschluss der Brexbachtalbahn werden durchgehende touristische Züge möglich werden.
Der Anschluss in Engers an die Rheinschiene befindet sich planerisch bereits in der Umsetzung. Hierfür ist ein Planungsbüro beauftragt und führt Eifelbahn und DB zusammen.
Die Stadt Bendorf hatte sich in der Vergangenheit gegen die Reaktivierung der Brexbachtalbahn ausgesprochen. Besonders der Bürgermeister der Stadt, Herr Kessler, hatte sich beharrlich selbst Gesprächsangeboten und einer Besichtigungsfahrt verweigert.
Trotz eines Trassensicherungsvertrages hatte die Stadt Bendorf vor Jahren eine Straße quer über das Streckengleis im Anschluss an einen Verkehrskreisel gebaut, sich jedoch verpflichtet, im Fall einer Streckenreaktivierung diese Querung wieder zurück zu bauen. Und genau dieser Fall ist nun eingetreten.

Das Eisenbahn-Kreuzungsgesetz schreibt für einen solchen Fall den Bau einer Über- oder Unterführung vor, was für die Stadt Bendorf nun nicht gerade preiswert werden dürfte. Diese hatte sich nämlich seinerzeit zur Kostentragung verpflichtet. Da aber seitens der Stadt und ihres Bürgermeisters jegliche Zusammenarbeit mit der Eifelbahn und auch dem Verein konsequent abgelehnt wurde, ist es nun zu dieser Situation gekommen.
Eine wesentlich günstigere Ausnahmeregelung mit Schranken in Form einer höhengleichen Kreuzung sei zwar theoretisch denkbar, „die sehe ich aber derzeit nicht“, erklärt Seyffert. „Die Stadt Bendorf hatte jetzt viele Jahre Zeit, sich zu diesem Thema Gedanken zu machen und ich gehe davon aus, dass dieses auch geschehen ist“. Das Thema sei nicht neu und komme deshalb auch nicht überraschend. Schließlich helfe es der Stadt Bendorf wenig, wenn ihr Bürgermeister seit Jahren die Realität ignoriere und nun von dieser überholt wird, führt Seyffert ins Feld und findet deutliche Worte: „Jeder Hobbyjurist ist in seiner Bewertung längst weiter als Bürgermeister Kessler. Der Stadtchef muss selber wissen, ob er künftig weiter die Konfrontation mit unserer „Minibahn“ – Als solche hatte der Bendorfer Bürgermeister Kessler wertschätzend die Eifelbahn Verkehrsgesellschaft bezeichnet – suchen oder sich einer sinnvollen Kooperation zuwenden möchte. Das dürfte für die Bendorfer besser sein, als irgendwann vor einem gesperrten Verkehrskreisel zu stehen“.
Auch Adi Bongartz, Vorsitzender des Vereins Brexbachtalbahn e.V., freut sich über den „Durchbruch“ zur Reaktivierung der Strecke, an der sein Verein seit Jahren arbeitet. „Herr Kessler kann so viele Stadtratsbeschlüsse fassen lassen wie er möchte. Mittlerweile dürfte aber auch der Letzte gemerkt haben, dass dieses ohne Relevanz für die Reaktivierung der Brex ist und die Probleme der Stadt nur verstärkt.“
Ulf Wobser, der zweite Vorsitzende des Vereins, ergänzt: „Gegenwärtig erscheint mir der Bürgermeister der einzige zu sein, der seiner vielzitierten Stadtentwicklung selbst im Wege steht. Die Stadt mit ihrer Vielzahl an touristischen Attraktionen braucht dringend die Brex als verkehrliche Anbindung, um nicht von anderen Regionen abgehängt zu werden.“
Eine solche Entwicklung würde auch die Stadt Neuwied sehr begrüßen, die sogar schon  finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt hat. Auch für den Stadtteil Engers ist die Brex ein „großes Glück“, um die touristische Entwicklung der Region voran zu bringen. Von dort wird deshalb auch die Wiederherstellung der Weichenanbindung in Engers unterstützt. Eine Wiederanbindung von Engers an die Brexbachtalbahn und ein wieder ins Leben gerufener Schiffsanschluss dort könnte Engers aufwerten.
Wieder reaktiviert kann die Brexbachtalbahn als touristisches Juwel die zahlreichen Attraktionen entlang der Strecke anbinden und untereinander vernetzen. Gerade Bendorf-Sayn dürfte sich auch freuen, wenn beispielsweise Schmetterlingsgarten, Sayner Schloss und Kletterwald umweltfreundlich und ohne Auto erreichbar sein werden. Die engen Sayner Straßen werden es danken und deren Bürger erst recht.
Kürzlich erst hatte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in einer Auflistung der bundesweit vordringlich zu reaktivierenden Strecken die Brexbachtalbahn von Engers nach Siershahn genannt. Diese Forderung an die Politik scheint nun mit der erteilten Betriebsgenehmigung durch das Land Rheinland-Pfalz Realität zu werden.
Mitteilung der Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH und des Brexbachtalbahn e. V.
Leserbrief von J. Kretzer (Arbeitskreis Heimat + Tourismus Engers, Neuwied)
Nimmt die Brexbachtalbahn doch eines Tages wieder den Betrieb auf? Es gibt gewisse Anzeichen.
„Hohe Anerkennung für die Ausdauer in unrühmlichem Spiel“

Publiziert am 26. Juni 2019

Mit Freude entnimmt der Arbeitskreis Heimat + Tourismus Engers der Presse die derzeitige Entwicklung in Sachen Reaktivierung der Brexbachtalbahn. Den Akteuren Adolf Bongartz vom Brexbachtalverein und Jörg Seyffert von der Betreibergesellschaft gebührt hohe Anerkennung für ihre Ausdauer in diesem unrühmlichen Spiel mit der Stadt Bendorf, angeführt von ihrem Bürgermeister Michael Kessler, in dem auch der Bendorfer Stadtrat eine völlig unverständliche Rolle spielt. Dort haben sich der Bürgermeister und der Rat gegen die eigene Stadtentwicklung ausgesprochen. In solchen Situationen gilt es unvoreingenommen an die Sache heranzugehen, miteinander zu reden und zu verhandeln, bis eine gemeinsame Lösung gefunden ist, auch wenn dabei von der einen oder anderen Maximalforderung ein Stück abgewichen und ein Kompromiss gefunden werden muss. Die Brexbachtalbahn ist, nicht nur für Bendorf, sondern für die gesamte Region, ein Wohlfühlfaktor in der Aufenthaltsqualität der hiesigen Bevölkerung und auch ein Tourismusfaktor von nicht zu unterschätzender Reichweite, den der Bürgermeister und sein Stadtrat nicht sehen, oder nicht sehen wollen. Es betrifft nicht nur den vorderen Westerwald, sondern auch die Rheinschiene, die davon profitiert, denn eine solche Strecke wie die der Brexbachtalbahn, durch Tunnel und über herrliche Viadukte, zieht Gäste aus weiten Teilen des Landes und darüber hinaus an. Für den Bendorfer Stadtteil Sayn würde die Brex eine weitere enorme Entwicklung bedeuten, ebenso auch für Engers. Wenn es dann noch der Stadt Neuwied gelingt, den Schiffstourismus in Neuwied und Engers wieder zu reaktivieren, ließen sich beide Attraktionen miteinander verbinden und zu herausragenden touristischen Schwerpunkten ausbauen.

Rhein-Zeitung Kreis Neuwied (Seite 19)
vom Mittwoch, 26. Juni 2019
Neues Fahrzeug für die Brexbachtalbahn

Publiziert am 26. Juni 2019
Worte wie „Aufrüsten“ oder „Nachrüsten“ klingen sicherlich etwas zu militärisch, treffen aber die aktuellen Arbeiten rund um die Reaktivierung der Brexbachtalbahn recht genau. Denn die Arbeiten zur betrieblichen Abnahme des ersten Teilabschnitts der Strecke erfolgen nicht nur strategisch und mit großer Disziplin, sondern es ist auch weitere Ausrüstung dafür notwendig. Zum Transport von Baumaterial und Ausrüstung konnten dank der Unterstützung der Firma Schauff aus Remagen unlängst ein weiteres Fahrzeug vom Typ Kla 01 beschafft werden, das allerdings erst noch betriebsfähig hergerichtet werden muss. Da es sich um ein historisches Fahrzeug handelt, ist die Ersatzteilbeschaffung (Komponenten für die Bremsanlage, wie Reibelemente usw.) etwas aufwändig. Die Originalität soll weitetestgehend erhalten bleiben und die Betriebssicherheit muss durch entsprechende Bauteile gewährleistet werden. Die Beschäftigung mit diesem Thema fördert bei jedem einzelnen Mitglied das Bewusstsein zur Flexibilität und Improvisation, lässt aber auch praktische Erfahrung sammeln. Mit den Jahren hat sich so im Verein eine bemerkenswerte technische Professionalität entwickelt, die die Vereinsmitglieder gerne an Newcomer und Interessierte weitergeben. Mitstreiter sind also jederzeit herzlich willkommen - ob zur Restaurierung von Fahrzeugen, der Instandhaltung von Infrastruktur oder auch für administrative Aufgaben.

Pressemitteilung Brexbachtalbahn e. V.
Blick aktuell vom Mittwoch, 26. Juni 2019
Reaktivierung der Brexbachtalbahn
Mit Volldampf gegen den Fachkräftemangel

Publiziert am 27. Mai 2019

Artikel im Blick aktuell

Bendorf. Max Schmitt und Christoph Hein haben Berufe, die als Traum aller kleinen Jungen gelten: sie sind Lokführer bei der Bahn, bewundern Lokomotiven und zählen die Brücken und Tunnels an vielen Bahnstrecken. Eine klassische Modelleisenbahnkarriere vom Typ „Warum ist unser Keller so klein, ich brauche mehr Platz für meine Bahnlandschaft“ haben sie aber nicht, eher Interesse an großer Technik. Heute steuern sie diese im Führerstand moderner Lokomotiven und gehören zu den Menschen, die tagein tagaus, nachts und feiertags dafür sorgen, dass Deutschland auf Schienen mobil ist.
Zukünftig werden sie auch die Arbeiten auf der Brexbachtalbahn in Bewegung halten, denn neben der modernen Technik bei der Bahn haben es Ihnen historische Züge angetan, wie sie zukünftig auf der „Brex“ unterwegs sein werden. Dass sie auch hier Brücken und Tunnel zählen können, macht den Reiz umso größer.
Der Vorsitzende Adolf Bongartz und der Ausbildungslokführer Jürgen Spiller vom Verein sind froh, in Zeiten von Personal- und Fachkräftemangel professionellen Nachwuchs für das Projekt Brexbachtalbahn akquiriert zu haben.
Für die weiteren Arbeiten an der Strecke bis zur Betriebsaufnahme, zur betriebsfähigen Unterhaltung der historischen Technik und für den Streckendienst in Zusammenarbeit mit den anderen technischen Fachdiensten sucht der Verein aber weitere Mitstreiter, Jugendliche und Interessierte, die helfen oder sich entsprechend den Richtlinien der DB bzw. VDV ausbilden lassen wollen. Hierzu gehören Lok-/Zugführer, Triebfahrzeugbegleiter, Zugleiter, Mechaniker, Rangierbegleiter, Rangierer sowie die Zugbegleiter.

Pressemitteilung Brexbachtalbahn e. V.
Blick aktuell vom Montag, 27. Mai 2019
EIN LESERBRIEF ZUR REAKTIVIERUNG DER BREX

Publiziert am 15. Mai 2019

Leserbrief in der Westerwälder Zeitung (Rheinzeitung Koblenz)

Die Bendorfer Kreuzung am B 42-Kreisel hat sich als Knackpunkt bei der Wiederinbetriebnahme der Brexbachtalbahn herausgestellt. „Die Brex muss wieder fahren – von Neuwied bis Siershahn“
Nicht der Kreisel ist der Knackpunkt, sondern die Uneinsichtigkeit einiger sogenannter Entscheidungsträger. Die „Brex“ war und ist ohne Zweifel ein einmaliges Projekt. Diente sie doch in der Vergangenheit fast über Jahrhunderte der wirtschaftlichen Anbindung des Westerwaldes an die Rheinschiene, so hat sie doch in den Jahren nach der Einstellung des Regelverkehrs, Personen und Güter einen weit höheren touristischen Wert erlangt. Die überaus stark frequentierten Sonderfahrten an den damaligen „Drei-Städte-Wandertagen“ sollten doch auch den stärksten Gegnern bekannt sein. Dann kehrte eine lange, zu lange, Zeit Ruhe ein. Nur durch die unermüdliche Arbeit des Vereins Brexbachtalbahn mit den neuen Betreibern der Strecke wurde der hochwertigste Teil der Strecke von Sayn nach Grenzau infrastrukturmäßig auf einen Stand gebracht, wie er in den letzten Betriebsjahren des damaligen Betreibers, DB, nicht anzutreffen war. Jetzt scheinen ja fast alle betroffenen Städte und Gemeinden, die
Notwendigkeit der Reaktivierung zu Fahrten an festgelegten Terminen begriffen zu haben. Eine nostalgische Bahn mit solcher touristischer Wertigkeit gibt es in ganz Deutschland, wahrscheinlich in ganz Europa, nicht. Hier werden auf einer Strecke von 21,6 Kilometern 230 Höhenmeter durch 36 Brücken/Viadukte und 7 Tunnel überwunden.
Warum eine ebenerdige Querung der Bundesstraße in Bendorf rechtlich nicht möglich sei, ist nur schwerlich nachzuvollziehen. Bisher, zu Regelbetriebszeiten wurde die Querung durch Schranken realisiert, und das bis zu 20 Mal täglich! In Bad Doberan, mit circa 11 000 Einwohnern, in der Nähe von Rostock, kreuzt seit 130 Jahren die „Bäderbahn Molli“ mindestens 22 Mal am Tag die Bundesstraße B 105 mitten in der Stadt. Diese Querung wird durch Lichtzeichenanlagen, (Ampeln) gesichert; und soweit bekannt, bis heute ohne Unfall. Nur dort hat man den Wert der touristischen Attraktion erkannt, und alle, Einwohner und Touristen, „bewundern“ regelmäßig die Fahrten.
Wo ein echter, ehrlicher Wille ist, da wurde bislang (fast) immer eine Lösung gefunden. Die Brex muss wieder fahren – von Neuwied bis Siershahn!

Bernd Brüssow, Alsbach
Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 15. Mai 2019, Seite 16
ARBEITEN AN DER BREX GEHEN ZUG UM ZUG VORAN

Publiziert am 21. April 2019

Nachdem die Betriebsgenehmigung zur Reaktivierung der Brexbachtalbahn Ende März im ersten Abschnitt zwischen Siershahn und Grenzau erteilt wurde, gehen die Arbeiten zur Abnahme der Strecke zügig voran. So wurden bereits fast alle Kilometersteine, Signale und Signaltafeln entlang des Streckenabschnitts gereinigt und freigelegt, um sie bei guter Wetterlage mit neuer Farbe zu versehen. Das Stellwerk in Ransbach wurde in seiner Funktion überprüft. Für die notwendigen Gerätschaften und das Material benötigten die Aktiven aber eine zusätzliche temporäre und dauerhafte Lager- und Materialraumlösung. Der Verein konnte einen weiteren soliden, feuer- und wasserfesten Container als zusätzliche Lagerkapazität beschaffen, der nun auf dem denkmalgeschützten Gelände des Bahnhofs Ransbach aufgestellt wurde. Dafür musste zunächst ein Fundament an der Ladestraße hergerichtet werden, auf das der Container dann nach Umsetzen durch einen Kran, aufgesetzt wurde. Und zuguterletzt konnte der Verein nun auch den drehbaren Holzgreifer in Empfang nehmen, der Verladearbeiten entlang der Strecke deutlich vereinfachen wird. Der Verein bedankt sich ganz herzlich bei allen aktiven Mitgliedern, Helfern und Sponsoren.
FREIE FAHRT FÜR DIE BREXBACHTALBAHN

Publiziert am 03. April 2019

Pressemitteilung
Land erteilt Genehmigung – Verein und Betreiber hoch erfreut
Das Land Rheinland-Pfalz hat für die stillgelegte Brexbachtalbahn eine Betriebsgenehmigung für zunächst 25 Jahre erteilt. Damit ist der Weg frei, dass auf einer der schönsten Bahnstrecken Deutschlands in naher Zukunft wieder Züge verkehren. Betreiber und Verein zeigen sich hoch erfreut, dass die langjährigen Bemühungen nun von Erfolg gekrönt sind.
Bereits seit Jahren kämpft der Bendorfer Verein “Brexbachtalbahn e. V.” unermüdlich für die Reaktivierung der Bahnstrecke von Engers über Bendorf, Grenzau/Höhr-Grenzhausen und Ransbach nach Siershahn. Als Betreiber konnte er die in Linz ansässige Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH gewinnen, die als zugelassenes Unternehmen mehrere Bahninfrastrukturen in Deutschland betreibt, im Kreis Neuwied auch die Kasbachtalbahn von Linz nach Kalenborn mit rund 50.000 Fahrgästen pro Jahr. „Rechtlich betrachtet benötigen wir ein zugelassenes Eisenbahnunternehmen“, erklärt Adi Bongartz, Vorsitzender des Bendorfer Vereins. Diesen fand der Verein bereits vor Jahren in dem Linzer Unternehmen, das den Verein berät und unterstützt. 2009 konnte daraufhin ein erster Teilabschnitt
zwischen Grenzau und Siershahn reaktiviert und durch den damaligen Minister Hering eröffnet werden. Diese Betriebskonzession war zunächst auf fünf Jahre befristet. Nach Ablauf der Konzession wurde diese zunächst nicht über das Jahr 2013 hinaus verlängert, weil der Verein einen politischen Konsens entlang der Gesamtstrecke anstrebte. „Der war jedoch nicht zu erzielen, weil die Strecke durch drei Landkreise und mehrere Städte und Gemeinden führt“, erklärt Geschäftsführer Jörg Seyffert. Zuletzt hatte sich die Stadt Bendorf gegen eine Reaktivierung gestellt.
Daraufhin entschloss sich der Verein, die Reaktivierung privat zu stemmen und Geschäftsführer Jörg Seyffert stellte im Dezember 2017 beim Ministerium in Mainz die notwendigen Anträge. Dort wurden die Anträge aber nicht bearbeitet und Seyffert sah sich gezwungen, Klage wegen Untätigkeit beim Verwaltungsgericht Koblenz einzureichen. Mit Erfolg: Die im vergangenen November geführte Gerichtsverhandlung führte dazu, dass das Land die Anträge bearbeitete und mit Seyffert wieder Gespräche geführt wurden.
„Wir sind glücklich, dass das Ministerium nun tätig geworden ist“, freut sich Adolf Bongartz. Das Ministerium setzte sich intensiv mit den Anträgen auseinander und kam zu dem Ergebnis, dass die Reaktivierung der Brexbachtalbahn in ersten Teilabschnitten vollzogen werden kann. Vereinsvorsitzender Bongartz: „Wir werden uns zunächst auf den Abschnitt von Siershahn nach Grenzau sowie auf den Streckenabschnitt von Grenzau nach Höhr-Grenzhausen konzentrieren. Diese Streckenabschnitte sind in einem hervorragenden Zustand und können zeitnah wieder dem Betrieb übergeben werden. Danach werden wir uns weiter dem unteren Abschnitt der Brexbachtalbahn widmen.“
Dort haben in Engers bereits die ersten Arbeiten begonnen. Von der DB Netz AG wurden Abstimmungsgespräche mit den beteiligten Planungs- und Ingenieurbüros geführt, um die Weichenanbindung an die Rheinschiene in Engers wiederherzustellen. Mittlerweile ist die Vermessung abgeschlossen und die Planungen schreiten voran, damit die noch vorhandene Weiche wieder ans Engerser Stellwerk angeschlossen werden kann.
Noch keine abschließende Entscheidung gibt es zum Verkehrskreisel in Bendorf, der vor Jahren über die Bahngleise gebaut wurde. Das Ministerium spricht derzeit mit dem Landesbetrieb Mobilität und der Stadt Bendorf, um hier eine Lösung zu finden. Denn damals hatte sich die Stadt Bendorf verpflichtet, die Kosten für die Sicherung und Veränderung des Verkehrskreisels zu übernehmen, wenn die Bahnstrecke wieder in Betrieb geht. “Aus dieser Entscheidung halten wir uns aber raus, denn diese Frage entscheidet allein die Stadt Bendorf im Benehmen mit dem Ministerium”, erklärt Geschäftsführer Jörg Seyffert und ergänzt: “Vor dem Hintergrund, die Landesgartenschau 2026 in Bendorf auszurichten, kommt die Reaktivierung der Brexbachtalbahn allerdings jetzt zum richtigen Zeitpunkt!”
BAHN FREI FÜR DIE BREX

Publiziert am 15. März 2019

Ratternd und mit einem hellen Pfiff bewegt sich das gelbe Schienenfahrzeug auf den Bahnübergang in Grenzau zu. Bevor die Gleise die Straße kreuzen, hält das Baufahrzeug mit der Bezeichnung „SKL“ an, damit der Bahnübergang gesichert werden kann. Ein Auto stoppt als die Männer der Brexbachtalbahn aus dem Führerhaus steigen, um die Kreuzung in Warnwesten und mit Signalflaggen zu sichern. Eigentlich hat das Schienenfahrzeug Vorfahrt, „aber die Menschen sind es gar nicht mehr gewöhnt, dass auf dieser Strecke ein Zug fährt“, sagt Thomas Wirtz, der sich um die Organisation des wöchentlichen Einsatzes kümmert. Aber das soll sich bald ändern.
Bis dahin ist allerdings noch einiges zu tun. Der Winter hat im Gleisbett seine Spuren hinterlassen. Durch Frost, Sturm und Feuchtigkeit versperren immer wieder umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste die Strecke, die zersägt, abtransportiert und an passenden Stellen im Wald wieder abgeladen werden müssen. In mehrwöchigen Arbeitseinsätzen ist es den Eisenbahnfreunden seit Weihnachten aber gelungen, das gut elf Kilometer lange Streckenstück von Bendorf bis nach Höhr-Grenzhausen wieder frei zu räumen.
Das Vorbild und die Motivation für diese seit Jahren unbeirrte ehrenamtliche Arbeit der Eisenbahnfreude sind übrigens Erfolgsprojekte wie die Ilztalbahn bei Passau oder die Schwäbische Waldbahn bei Stuttgart. Jahrelang stillgelegt, vergessen und von der lokalen Politik nicht gewollt, sollten sie für Fahrradwege abgerissen werden. „Das haben unsere Kollegen vor Ort zum Glück verhindert“, so Adolf Bongartz, Vorsitzender des „Brexvereins“ in Bendorf. Und Gernot Kallweit ergänzt: „Seit diese Strecken nach teilweise jahrelangem Kampf wieder in Betrieb sind, haben sie sich zu absoluten Touristikattraktionen mit tausenden von Fahrgästen entwickelt.“ Das ist auch das Ziel für die Freunde der Brexbachtalbahn. Sie arbeiten weiter jede Woche daran, dass eine vorhandene Bahn-Infrastruktur nicht verfällt, sondern für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht wird, um zukünftig vielen Gästen die Möglichkeit zu geben, das wilde Grün des Brexbachtals nachhaltig zu erleben und die Attraktionen und Wanderwege entlang der Strecke miteinander zu verbinden.

BAHNHOF RANSBACH UNTER DENKMALSCHUTZ

Publiziert am 19. Januar 2019

Nächster Halt Denkmalschutz! Diese Nachricht dürfte Historiker und alle Mitglieder des Vereins Brexbachtalbahn e. V. gleichermaßen freuen. Wie aktuell bekannt wurde, erfährt der Bahnhof der Stadt Ransbach-Baumbach eine besondere Ehrung: er wurde von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz als Kulturdenkmal eingestuft und als Ensemble samt Vorplatz, Bahnsteige und aller Gleise in die Denkmalschutzliste des Landes aufgenommen. Der Bahnhof hat den Charakter eines typischen Kleinstadt-bahnhofs und ist wegen seines historischen Zeugniswertes im Hinblick auf Architektur, Technik und Verkehrsgeschichte besonders schützenswert, so die Behörde. Er ist zudem ein bedeutendes Zeugnis der industriellen Entwicklung des Westerwaldes, denn erst mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einem wirt-schaftlichen Aufschwung im Westerwald wie im Raum Bendorf.
Das Gebäude ist bis heute prägend für das Ortsbild und weist in seinem Inneren einmalige
bahnhistorische Ausstattungselemente auf. Für die zukünftige Touristikbahn ist das von hoher Bedeutung, hat man doch an der Strecke jetzt ein weiter Attraktion, mit der sich das Westerwälder Leitthema Keramik wunderbar präsentieren und mit dem Thema Eisenguss im Raum Bendorf verbinden lässt. „In Bendorf haben wir keinen zugänglichen Bahnhof mehr, umso wertvoller ist es für ein Touristikprojekt wie das der Brexbachtalbahn, ein solches Gebäude an der Strecke im historischen Zustand erhalten und wieder nutzen zu können,“ so Gernot Kallweit vom Verein, auf dessen Initiative die Mainzer Behörde aktiv wurde und letztlich auch die Einschätzung von der Bedeutung des Gebäudes teilte.

DIE BREX BEI DER MODELLBAHNBÖRSE

Publiziert am 15. Januar 2019

Am liebsten würde man Platz nehmen in einem der Salonwagen und sich von einer alten Lokomotive durch die Welt chauffieren lassen – ohne sich über Verspätungen, Zugausfälle oder defekte Klimaanlagen ärgern zu müssen. Im Gegensatz zum großen Vorbild funktioniert die Technik der Modelleisenbahner meist perfekt. Dafür sorgten am vergangenen Wochenende die Modelleisenbahn-Interessen-Gemeinschaft-Urbar mit einer hervorragend besuchten und organisierten Börse. Viele Kindheitsträume gingen hier für 2 Tage in Erfüllung und da durfte die „Brex“ natürlich nicht fehlen. Denn auch auf ihr soll der Traum, sich in historischen Wagen durch die – echte – Natur chauffieren zu lassen, in Erfüllung gehen. Gernot Kallweit musste viele Fragen zum Projekt beantworten, das Interesse war an beiden Tagen enorm – auch an den vereinseigenen Publikationen.

EIN DICKER FISCH

Publiziert am 07. Januar 2019

Zwischen den Festtagen trafen sich einige Aktive in der Einsatzstelle, um das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen. Unser Mitglied und Hobbyangler Martin Mangner brachte dazu frisch gefangene Forellen mit, die von Adi Bongartz die richtige Würze erhielten.

ERFOLGREICHE MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Publiziert am 03. Dezember 2018

Schon viel erreicht, aber noch mehr vor! So könnte man das Ergebnis der Mitgliederversammlung des Vereins Brexbachtalbahn e.V zusammenfassen, zu der der Verein kurz vor Weihnachten eingeladen hatte. Nach der Feststellung, dass alle Formalien eingehalten waren, begrüßte der Vorsitzende Adolf Bongartz die zahlreichen anwesenden Mitglieder und berichtete ausführlich über den aktuellen Sachstand zur privaten Reaktivierung der Strecke mit einem Überblick der Arbeit des Vereins im vergangenen Jahr.
Alle notwendigen Maßnahmen an der Infrastruktur wurden professionell erledigt, viele Vorhaben konnten erfolgreich abgeschlossen werden. So die Fertigstellung von technischen Gerätschaften zur Streckenarbeit und die vorgezogenen Revision des vereinseigenen Baufahrzeugs SKL samt Kran, die jetzt für weitere 6 Jahre betriebsfähig und TÜV-abgenommen sind. Auch die zahlreichen Aktivitäten außerhalb der eigentlichen Arbeit an der Strecke fanden Erwähnung, wie die erfolgreichen Übungen mit dem THW und der Freiwilligen Feuerwehr Sayn, mit denen ein Rettungskonzept für das Brexbachtal ausgearbeitet wurde.
Auch die gesellschaftlichen Momente hob Bongartz hervor wie das jährliche Vereinsfest am 1. Mai an der Abtei Sayn, die zahlreichen Infostände in der Region aber auch in den Niederlanden und das auf Initiative von Gernot Kallweit erstmals organisierte „PopUp-Café“ im Bahnhof Ransbach-Baumbach, den der Vereins unter Denkmalschutz gestellt wissen möchte und dessen Kulisse sich auf Anhieb als Publikumsmagneten erwies.
Es folgten der Kassenbericht sowie der Bericht der Kassenprüfer. Der Verein ist vor allem dank vieler Spenden von Bürgern und der Unterstützung aus der Wirtschaft jederzeit in der Lage, seine Verpflichtungen einzuhalten und zusätzlich in die Infrastruktur investieren zu können. Die Kasse ist ordentlich geführt, so die Kassenprüfer. Sie schlugen die Entlastung des Vorstandes vor, welche im Anschluss auch einstimmig erfolgte. Neuwahlen standen in diesem Jahr nicht an.
Erfreulich war auch das Interesse von Bürgermeister Gerhard Jung aus Vallendar, seit vielen Jahren Mitglied des Vereins. Er zeigte sich vom aktuellen Sachstand zur privaten Reaktivierung der Strecke und der Initiative des Vereins beeindruckt, sieht er doch in einer reaktivierten Brexbachtalbahn eine große touristische Bereicherung der Region, von der auch Vallendar profitieren würde. Immerhin hat die Stadt noch einen Bahnhof und zusammen mit Engers und Neuwied sind historische Zugfahrten seiner Ansicht nach eine gute Möglichkeit zur interkommunalen Stärkung.
Nach über drei Stunden mit regem, konstruktivem Austausch und vielen interessanten Informationen über die Arbeit des Vereins und die kommenden Aufgaben schloss Adolf Bongartz die Sitzung und bedankte sich für das außergewöhnliche Engagement der Mitglieder.

VERFAHREN UM UNTÄTIGKEIT BEI BREX-GENEHMIGUNG EINGESTELLT

Publiziert am 06. Dezember 2018

Das Verwaltungsgericht Koblenz hat das Verfahren, um die Klage eines Bahnunternehmens aus Linz gegen das Land Rheinland-Pfalz eingestellt. Beide Parteien hatten dem am Vormittag zugestimmt. Der Bahnunternehmer will die sogenannte Brexbachtalbahn zwischen Engers und Siershahn reaktivieren und hatte deshalb eine Betriebserlaubnis für einen Teil der Strecke beantragt. Die Genehmigung wurde ihm bislang allerdings verweigert, weshalb er das Land wegen Untätigkeit verklagte. Das Land hatte argumentiert, dass noch nicht klar sei, wie das Vorhaben bezahlt werden solle. Denn es hatte nach eigenen Angaben auch die Anschlussweichen Engers und Siershahn zu dem Antrag dazu gezählt. Vor Gericht stellte der Bahnunternehmer aber klar, dass er die Betriebserlaubnis nur für das Teilstück dazwischen beantragt habe. Das Land will sich jetzt noch einmal mit ihm zu Gesprächen treffen und den Antrag dann erneut prüfen.

BREXBACHTALBAHN e. V.
LETZTE ÜBERARBEITUNG: 13.11.2019
Website-Gestaltung: Dr. Thomas Lingen

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